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Tierärzte ohne Grenzen – Impfen für Afrika


Tierärzte ohne Grenzen – Impfen für Afrika


Es gibt so viel, wofür man spenden könnte, wofür oder wogegen man sich einwetzen und engagieren könnte.

Wir haben jetzt etwas gefunden, dass zu uns und unserer Praxis passt.

Vom 28.9.2020 bis zum 2.10.2020 spenden wir 50% aller Einnahmen aus den Impfungen von Hunden und Katzen an die Organisation „Tierärzte ohne Grenzen“.


Viele andere Tierärzte weltweit nehmen an dieser Aktion auch teil.

Die Tierärzte ohne Grenzen e. V. arbeitet nun seit bald 30 Jahren mit Leib und Seele am Horn von Afrika. 30 Jahre, in denen sie sich unermüdlich für Tierwohl, Ernährungssicherung, Einkommenssicherung, Lebensmittelhygiene, Dürreprävention, Umweltschutz, Friedensbildung, Frauenförderung und Bildung eingesetzt haben. Mit ihren Projekten retten sie Leben!


Nach wie vor stellt Tollwut eine große Gefahr für die Menschen in Kenia dar. Von den weltweit ca. 40.000 Todesfällen durch Tollwut entfallen alleine ca. 2.000 auf Kenia. Besonders tragisch: 40% davon sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. In 99% der Fälle erfolgt die Infektion über einen Hundebiss – und so hat sich das Impfen der Hunde als die effizienteste Methode im Kampf gegen Tollwut herausgestellt.



Was kostet die Impfung meines Hundes?


Was kostet eine Impfung?


Diese Frage bekomme ich im Internet oder telefonisch oder per Mail immer einmal wieder gestellt.
Und die Antwort lautet immer: 
„Das, was dafür in der Gebührenordnung für Tierärzte vorgesehen ist.“

Eine Wegbeschreibung und unsere Sprechzeiten finden Sie hier: https://docgoy.de

Als Tierärzte müssen wir uns an Bundesgesetze halten, die uns genau vorschreiben, was wir mit wie viel berechnen dürfen. Auch für Medikamente gilt das.
Dann gibt es noch Gesetze, die uns vorschreiben was wir machen müssen. So ist eine Behandlung ohne Untersuchung grundsätzlich verboten.

Eine Impfung bedeutet eben nicht „Spritze rein“ und fertig


Als Erstes muss die Identität des Tieres überprüft werden. Ist ein internationaler Impfpass vorhanden, welche Impfung ist dran, wann war die letzte Impfung, ist das Tier geschippt und wie lautet die Nummer.

Danach muss die Impffähigkeit des Tieres untersucht werden. Also ob der Hund auch gesund ist, um die nötige Immunität nach der Impfung auszubilden, oder ob er gerade krank ist und eine Impfung nicht angebracht ist, da das Immunsystem gerade mit etwas anderem beschäftigt ist. Sollte bei dieser „Allgemeinuntersuchung“ etwas auffällig sein, so wird dann eine eingehende Untersuchung erfolgen.


Dann muss der jeweilige Impfstoff vorrätig sein, wird durch eine subcutane Injektion verabreicht und dieses wird dann z.T. fälschungssicher und amtlich in den Impfpass eingetragen.

Zudem wird meistens parallel dazu ein Beratungsgepräch geführt über die letzte Entwurmung, chronische Erkrankungen, vorbeugende Untersuchungen und die letzte Floh- bzw. Zeckenbehandlung. Oftmals auch noch über allgemeine Themen wie Haltung, Verhaltung, Fütterung und was der Tierbesitzer sonst noch gerade auf dem Herzen hat.

Folgendes Impfschema hat sich bei uns hier auf dem Land für Hunde bewährt:

Grundimmunisierung
Als Grundimmunisierung der Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.
Im Alter von
08 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, HCC, CIRD
12 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, HCC, CIRD, Tollwut
16 Lebenswochen: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, HCC, CIRD

15 Lebensmonaten: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, HCC, CIRD, Tollwut

Wiederholungsimpfungen
Jährlich: Parvovirose, Staupe, Leptospirose, HCC, CIRD
alle 2 oder 3 Jahre: Tollwut

Je regelmäßiger und gewissenhafter die Tiere in jungen Jahren geimpft wurden, desto eher kann man im mittleren und höheren Alter die Abstände der Wiederholungsimpfungen verlängern.

Gibt es noch weitere Impfungen?
Ja, zusätzlich kann der Hund z.B. auch noch gegen Borreliose geimpft werden. Das empfehlen wir z.B. für jagdlich genutzte Hunde, die täglich im Wald sind.

Wenn Sie vorhaben „in den Süden“ zu fahren un den Hund mitnehmen, ist auch noch eine spezielle Impfung gegen Leishmaniose möglich.

Für Züchter empfehlen wir eine erweiterte Impfung nicht nur gegen die Viruskomponente von CIRD sondern auch gegen die Bordetellen (früher „Zwingerhusten“).

Was kostet das nun?
§20 f) Allgemeine Untersuchung mit Beratung Hund: 13,47 € bis 40,41 €
§101 Impfbescheinigung: 3,85 € bis 11,55 €
§505 d) Ablesen Mikrochip: 3,21 € bis 9,63 €
§602 g) Schutzimpfung Hund: 4,49 € bis 13,47 €

Somit liegt der Netto-Preis für die reine Tätigkeit zwischen
25,02 € (einfacher Satz) und 75,06 € (dreifacher Satz)

Dazu kommt dann noch:
  • die Mehrwertsteuer (z.Zt. + 16% später wieder 19%)
  • die Medikamentenkosten für die Impfstoffe
  • ggf. Verbrauchsmaterial
  • ggf. zusätzliche Untersuchungen
  • ggf. zusätzlicher Zeitaufwand
  • ggf. weitere Behandlungen
  • ggf. weitere Medikamente zur Abgabe

Somit ist klar, dass es bei den „Impfpreisen“ zu Unterschieden kommen kann, vor allem wahrscheinlich regional zwischen Stadt und Land oder „Allgemeintierarzt“ und „Klink“.
Alles zwischen 60,- € und 120,- € für eine Standard-Impfung eines Hundes liegt durchaus im Rahmen.

Es sollte jedoch nicht nur auf den reinen Preis ankommen.

Für mich steht viel mehr im Vordergrund, dass wir u.a. durch die regelmäßigen jährlichen Impfungen einen Einblick in den Gesundheitsverlauf des Tieres haben, eine Beziehung zum Besitzer aufbauen und dafür dann auch beinahe 24 Std. täglich und 7 Tage die Woche im Notfall für sie und ihre Tiere zur Verfügung stehen.

Das selbe gilt sinngemäß auch für Medikamente, die teilweise heutzutage im Internet preislich günstiger zu bekommen sind. Jedoch komplett ohne Untersuchung und Diagnose bzw. ohne jedwede individuelle Beratung.


Quellen:

Eine wahre Begebenheit


Gerade bekamen wir einen Anruf in der Tierarztpraxis, den meine Frau entgegen genommen hat.
Später berichtete Sie mir davon nach unserer internen Tradition.

Das Spiel heißt: „Rate mal…“ 

Die haben sich einen Welpen gekauft und haben jetzt Probleme.
Rate mal welche Rasse?
    – Französische Bulldogge
Rate mal welche Probleme?
    – Durchfall
Rate mal, worüber Sie den Hund gefunden haben?
    – Über eBay
Rate mal, wer der Besitzer sein soll?
    – Kein Züchter
Rate mal woher die jetzigen Besitzer den Hund haben?
    – Aus Osteuropa
Rate mal, wie alt der sein soll?
    – 8 Wochen
Rate mal was sie bezahlt haben?
    – Weit unter dem Preis eines zertifizierten deutschen Züchters

Letztlich haben sie also einen illegal nach Deutschland eingeführten, nicht ausreichend geimpften, nicht sozialisierten, viel zu junges Qualzucht-Baby mit chronischen Gesundheitsproblemen über eine Internetplattform von einem Zwischenhändler eines osteuropäischen Tier-Vermehrers zu einem Dumpingpreis gekauft.

Herzlichen Glückwunsch!
Sie haben so gut wie alles falsch gemacht, was man beim Hundekauf falsch machen kann!

Im Endeffekt war der Hund noch nicht einmal 8 Wochen alt, sondern eher gerade 6 Wochen; also schon mit 4-5 Wochen von der Mutter abgesetzt.
Er ist „angeblich“ schon einmal geimpft worden, falls überhaupt dann viel zu früh.
Jedoch hatte er keine Tollwutimpfung und ist somit auf jeden Fall illegal über die Grenze aus Ungarn nach Deutschland gebracht worden.
Zum Glück haben wir bisher keine Verdacht, dass es sich bei dem Durchfall um Parvovirose handelt.
Dafür hat der Kleine aber Giardien mitgebracht, was auch kein Zuckerschlecken ist. Die Hygienemaßnahmen sind umfangreich (hier helfen nur spezielle Reinigungsmittel) und bei jedweder Behandlung eines so jungen Welpen ist immer mit Nebenwirkungen zu rechnen.
Mit etwa 1300 g ist der Kleine auch jetzt schon unterernährt, die Rippen stehen raus und das Köpfchen kann er kaum hoch halten. Die Prognose ist „vorsichtig“ wie es dann genannt wird.

Und als Tierarzt steht man wieder blöd da, wenn man wagt den jungen Hunde-Eltern zu erzählen, was sie alles falsch gemacht haben. Nun ist das Tier also hier und muss behandelt werden. 

Es wäre schön, wenn Tierbesitzer VORHER einen Fachmann/Fachfrau fragen würden und nicht erst, wenn alles schon zu spät ist.

Gerade zu diesem Thema haben wir hier auch ein günstiges eBook im Angebot:

Update 1:
Jetzt, 3 Wochen später ist der Kleine so geschwächt, dass er seit dem ersten Besuch nicht zugenommen, sondern sogar abgenommen hat.
Der Darm scheint so geschädigt zu sein, dass die Nahrung praktisch unverdaut hinten wieder heraus kommt. Auch ein Aufenthalt in der Klink ergab keine wirkliche Besserung.
Die Besitzer kämpfen zwar noch im Schichtdienst – einer muss nachts jede Stunde Fütter und einer tagsüber, doch die Hoffnung schwindet, auch bei uns. Die Prognose ist jetzt fraglich bis aussichtslos.

Update 2:
2 Tage später ist er leider, oder endlich, mit gerade einmal 1000g und unstillbarem Durchfall 
verstorben

Abgesehen davon, dass die kleine Französische Bulldogge schon alleine aufgrund der Rasse und der damit verbundenen Deformationen, vor allem am Kopf, ein Leben mit täglicher Atemnot und unter Qualen verbracht hätte, selbst wenn sie überlebt hätte, so war es jetzt doch letztlich eine Erlösung.

Retrospektiv betrachtet haben die Besitzer einen „toten Hund“ gekauft, nur sie und der Welpe wussten es noch nicht. Die Verkäuferin bzw. die Vermehrer haben das jedoch billigend in Kauf genommen.
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Glückliche wilde Katze?


Achtung: Sarkasmus!

Das sind Fotos von einem „glücklichen“ wildlebenden Kater, der irgendwann bei irgendjemanden weggelaufen oder von irgendjemanden ausgesetzt wurde. Seitdem lebt er frei und unbeschwert in der Natur im Vollbesitz seiner Männlichkeit.


Ohne das ganze „Gift“ der Pharmalobby und der Tierärzte in den Impfungen, gegen Parasiten, Würmer oder Gott bewahre Antibiotikum und Schmerzmittel bei den Verletzungen oder dem „Big Brother“-Microchip.


Zum Glück gab es wenigsten jemanden, der sich bereit erklärt hatte ihm Futter hinzustellen. Ja, aus der Dose oder sogar Trockenfutter, weil es eben doch nicht reicht sich nur von Mäusen zu ernähren. Das Futter stärkt den Kater jetzt wenigsten so, dass er weiter kämpfen kann und weiter alles bedecken kann, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Somit wird es auch dieses Jahr wieder viele kleine Katzenbabys geben, die niemand will, die ausgesetzt werden, oder im Tierheim landen. 

Ernsthaft jetzt!

Nur Futter rausstellen ist eben auch keine Lösung und schon gar nicht nachhaltiger Tierschutz.

Jetzt war der Kater von seinen ganzen Verletzungen und inneren wie äußeren Parasiten so geschwächt, dass er von jemandem eingefangen werden konnte, der sich wirklich kümmert und ihn zu uns gebracht hat.

Wer Katzen liebt, lässt sie kastrieren, impfen, behandeln, registrieren und macht etwas wirkungsvolles gegen Parasiten!