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Verletze Tiere / Fundtiere / Wildtiere: Was? – Wer? – Wohin?


Verletze Tiere / Fundtiere / Wildtiere: Was? – Wer? – Wohin?


Grundgedanken

Erst einmal einige allgemeine Gedanken aus meiner langjährigen Erfahrung als Tierarzt in einem ländlichen Landkreis.

Nicht jeder Hund, der hier „frei“ herumläuft ist ein Streuner und muss eingefangen werden. Für Hunde besteht grundsätzlich eine Kennzeichnungspflicht.

Selbiges gilt oft auch für Katzen. Hier auf dem Land haben die Tiere eben „Freigang“ und sind bei den „Alteingesessenen“ durchaus bekannt. Trotzdem gilt ganz besonders für diese Tiere die Chip-, und Kastrationspflicht.

Nicht jedes (Wild-)Tier, das gesehen wird und sich nicht bewegt, muss gerettet werden. Manchmal ist das ein ganz natürliches Verhalten.

Wer ist für verletzte Tiere / Wildtiere verantwortlich?

Immer wieder werde ich als Tierarzt angerufen, weil irgendjemand irgendwo ein (vermeintlich) verletztes Tier gefunden hat.

Grundsätzlich ist es da natürlich nicht falsch, einen Tierarzt zu fragen, wenn ein Tier verletzt ist, doch oft ist es eben nicht nur eine Frage danach, was gemacht werden soll, sondern der Versuch, die Verantwortung abzugeben.

Wer ein Tier – aus welchem Grund auch immer – mitnimmt, ist erst einmal für dieses Tier verantwortlich.

Sei es nun ein Spatz, der gegen die Fensterscheibe geflogen ist, die Taube, die im Garten sitzt, die Katze am Straßenrand, das Kaninchen im Graben oder der Waschbär auf dem Boden.

Manche Tiere, die uns gebracht werden brauche wirklich Hilfe, einige jedoch nicht.

Viel wird durch Unwissenheit und falsch verstandener Tierliebe auch verschlimmert. Die Nesthocker, die sich nicht bewegen und sich versuchen zu verstecken und nicht flüchten brauchen nicht immer Hilfe, sondern warten auf die Eltern. Solange nicht unmittelbare Gefahr wie z.B. durch einen Mähdrescher droht, sollten diese Tiere dort belassen werden, wo sie sind. Das gilt u.a. auch für Rehkitze und eine ganze Reihe von Vögeln, die schon aus dem Nest sind, aber auf der Erde weiterhin von ihren Eltern gefüttert werden und noch nicht wegfliegen können. Solange keine Katze in der Nähe ist, droht keine Gefahr und das ist ein normales und natürliches Verhalten.

Jagdbare Tiere / Fundtiere / Wildtiere

Grundsätzlich ist zwischen diesen 3 „Tierarten“ zu unterschieden.

Jagdbares Wild (z.B. Wildschweine, Rehe etc.), die am Straßenrand tot oder verletzt gefunden werden, darf nicht einfach mitgenommen werden, da sie dem jeweiligen Jagdpächter gehören, der die Verantwortung trägt und die Entscheidungen trifft. (mehr dazu s.u.)

Fundtiere, also Haustiere (besonders Katzen & Hunde), die einen Besitzer habe, der zur Zeit jedoch nicht ermittelt werden kann, müssen in Niedersachen z.B. der Gemeinde / Samtgemeinde gemeldet werden. Diese beauftragt dann ggf. den Tierarzt, dem Tier als Notfallbehandlung zu helfen.

Jedoch nicht jeder Hund oder jede Katze, die am Straßenrand laufen und sich vielleicht sogar anfassen lassen haben kein zu Hause und müssen nicht sofort ins nächste Tierheim verfrachtet werden.

Für Wildtiere gibt es keine gesetzlichen Regelungen. Dafür gibt es viele Vereine und Auffangstationen. Hierzu zählen eben auch Katzen, die „ver“-wildert sind, keine Chip haben und somit keinem Besitzer zugeordnet werden können.

Für bestimmte Wildtiere, die unter Naturschutz stehen (wie z.B. Fledermäuse – s.u.), ist bei uns z.B. die „untere Naturschutzbehörde“ zuständig.

Wie Sie sehen, ist das gar nicht immer so einfach, den richtigen Ansprechpartner bzw. den zuständigen Verantwortlichen zu finden.

Grundsätzlich bleibt es also dabei, dass erst einmal der Finder die Verantwortung übernimmt, sobald er/sie sich einmischt.

Zum Tierarzt bringen

–> Linkliste der Tierärzte in Lüchow-Dannenberg

Aus Tierschutzgründen ist der Tierarzt in den meisten Fällen zwar dazu verpflichtet eine Notbehandlung ggf. aber auch eine Erlösung des Tieres durchzuführen, jedoch nicht kostenlos. Die Verantwortung und die Kosten können also nicht so einfach auf ihn abgewälzt werden.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der aktiv dazu beiträgt, dass hilfsbedürftige Tiere gerettet werden und irgendeine Lösung wurde bisher immer gefunden, doch raten wir auch dringend dazu vor einem Rettungsversuch darüber nach zu denken, ob es
1. wirklich ein Notfall ist und
2. Sie die finanzielle und organisatorische Verantwortung für das gerettet Tier zumindest zeitweilig übernehmen wollen und können.

Alle Tierärzte helfen natürlich gerne, wenn verletzte Wildtiere/Fundtiere zu ihnen gebracht werden. Doch verpflichtet sind sie dazu grundsätzlich nicht und schon gar nicht auf eigene Kosten.

Es gilt auch hier immer der Grundsatz: „Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch!“
Hier ist die offizielle Stellungnahme der Tierärztekammer zu dem Thema als PDF:
–> 
Download

Auszug aus Stellungnahmen der Berufsvertretungen der Tierärzte:

„Grundsätzlich ist diese Tierschutzproblematik, genau wie die der verwilderten Katzen, ein gesamtgesellschaftliches Problem und muss als solches auch von der Gesellschaft gelöst werden. Dazu bedarf es klarer politischer Entscheidungen hinsichtlich Verantwortung für Wildtiere und der sich daraus ergebenden Kostenträgerschaft.“

„Die Tierärzte-Verbände wehren sich unmissverständlich dagegen, Tierschutzprobleme auf Kosten der Tierärzte lösen zu wollen. Es ist nicht akzeptabel, dass z.B. für die Kastration von eingefangenen freilebenden Katzen und damit zusammenhängende Leistungen, oder für die Behandlung von Wildtieren allein die Tierärzteschaft durch Verzicht auf eine angemessene Vergütung aufkommen soll.“

Weitere Information, Adressen und Links finden Sie auf https://docgoy.de und auf http://tierarzt-lüchow-dannenberg.de

1. Hunde & Katzen:

Samtgemeinde melden, dort beraten lassen, zum Tierarzt bringen, Chip auslesen lassen, lebensrettende Behandlungen durchführen lassen, Besitzer ausfindig machen, bei Facebook etc. mit Bild und Fundort reinsetzen, selbst behalten, bis sich der Besitzer meldet, oder an ein Tierheim abgeben.


2. Igel etc.

Igel selbst aufpäppeln, oder eine private Aufnahmestelle mit Erfahrung suchen. Keine offiziellen staatlichen Hilfen.

3. Nagetiere:

4. Nutztiere (Kühe, Schweine, Pferde, Nutzgeflügel etc.)

Den nächstgelegenen Landwirt fragen.

5. Vögel

6. Wildtiere – Naturschutz – gefährdete Arten

  • Liste der Wildtier- und Wildvogel-Auffangstationen: Link NABU
  • Fledermausbetreuer für den Landkreis Lüchow-Dannenberg: Frank Manthey, Tel. 04101/779867 oder 0178/2363345 (Artenschutzbeauftragter)
  • Storch – Weißstorchbeauftragte für den Landkreis Lüchow-Dannenberg: Antje Fäseke, Tel-Nr.: 05848/836 (Artenschutzbeauftragte)
  • Hornissenbeauftragter für den Landkreis Lüchow-Dannenberg: Marco Otte, 0171/ 21 54 061 (Artenschutzbeauftragter)

7. Jagdliche Tiere

Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen stehen in der Verantwortung und unter dem Schutz des jeweiligen Jagdpächters. Er/Sie ist für diese Tiere verantwortlich, der Ansprechpartner und Nutzungsberechtigte.

Bei Unfällen oder beim Auffinden von Tieren, die unter das Jagdrecht fallen ist der Jagdpächter zu informieren.
Die Polizei (in Lüchow-Dannenberg: Lüchow: 05841-1220 | Dannenberg: 05861-800790 | Polizei bzw. Rettungs-Leitstelle 112 oder 05841/971540) hat eine aktuelle Liste der Jagdpächter in den verschiedenen Jagdbezirken.

Bundesjagdgesetz: §2 (1) Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, sind:

    1. Haarwild:

  • Wisent (Bison bonasus L.)
  • Elchwild (Alces alces L.)
  • Rotwild (Cervus elaphus L.)
  • Damwild (Dama dama L.)
  • Sikawild (Cervus nippon TEMMINCK)
  • Rehwild (Capreolus capreolus L.)
  • Gamswild (Rupicapra rupicapra L.)
  • Steinwild (Capra ibex L.)
  • Muffelwild (Ovis ammon musimon PALLAS)
  • Schwarzwild (Sus scrofa L.)
  • Feldhase (Lepus europaeus PALLAS)
  • Schneehase (Lepus timidus L.)
  • Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus L.)
  • Murmeltier (Marmota marmota L.)
  • Wildkatze (Felis silvestris SCHREBER)
  • Luchs (Lynx lynx L.)
  • Fuchs (Vulpes vulpes L.)
  • Steinmarder (Martes foina ERXLEBEN)
  • Baummarder (Martes martes L.)
  • Iltis (Mustela putorius L.)
  • Hermelin (Mustela erminea L.)
  • Mauswiesel (Mustela nivalis L.)
  • Dachs (Meles meles L.)
  • Fischotter (Lutra lutra L.)
  • Seehund (Phoca vitulina L.)

    2. Federwild:

  • Rebhuhn (Perdix perdix L.)
  • Fasan (Phasianus colchicus L.)
  • Wachtel (Coturnix coturnix L.)
  • Auerwild (Tetrao urogallus L.)
  • Birkwild (Lyrurus tetrix L.)
  • Rackelwild (Lyrus tetrix x Tetrao urogallus)
  • Haselwild (Tetrastes bonasia L.)
  • Alpenschneehuhn (Lagopus mutus MONTIN)
  • Wildtruthuhn (Meleagris gallopavo L.)
  • Wildtauben (Columbidae)
  • Höckerschwan (Cygnus olor GMEL.)
  • Wildgänse (Gattungen Anser BRISSON und Branta SCOPOLI)
  • Wildenten (Anatinae)
  • Säger (Gattung Mergus L.)
  • Waldschnepfe (Scolopax rusticola L.)
  • Bläßhuhn (Fulica atra L.)
  • Möwen (Laridae)
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus L.)
  • Großtrappe (Otis tarda L.)
  • Graureiher (Ardea cinerea L.)
  • Greife (Accipitridae)
  • Falken (Falconidae)
  • Kolkrabe (Corvus corax L.)

    3. Nach Landesrecht (Niedersachsen) unterliegen dem Jagdrecht:
  • Waschbär (Procyon lotor L.)
  • Marderhund (Nyctereutes procynoides)
  • Mink (Mustela vison S.)
  • Nutria (Myocastor coypus)
  • Rabenkrähe (Corvus corona L.)
  • Elster (Pica pica L.)
  • Nilgans (Alopochen aegyptiacus)

8) An wen kann man sich noch wenden?
  • Fachdienst 67 – Natur und Landschaft: Uwe Meyer, Tel.: 05841 / 120-512
  • Fachdienst 39: Veterinärwesen –> Link
  • Weitere Links auf dieser Seite: Tierarzt-Lüchow-Dannenberg.de
  • Samtgemeinde Gartow: Link
  • Samtgemeinde Elbtalaue: Link
  • Samtgemeinde Lüchow: Link
  • NABU Lücho-Dannenberg: Link
  • Kreisjägerschaft Lüchow-Dannenberg: Link

Ich bitte um Ihre Mitarbeit:
Wer noch Adressen, Telefonnummer, Links zu hilfreichen Helfern oder Internetseite hat, bitte als Kommentar unter diesen Blogartikel schreiben bzw. als Kommentar bei Facebook etc. Speziell natürlich Hilfsangebote in unserem Landkreis Lüchow-Dannenberg.
Ich werde die Infos dann ggf. bei einer Überarbeitung des Artikel mit aufnehmen.

Schnipp Schnapp – Eier ab – Kastration jetzt planen


Schnipp Schnapp – Eier ab


Sorry für die etwas flapsige Überschrift, doch letztlich geht es genau darum.

Der optimale Kastrationszeitpunkt für Kater und Katzen ist im Alter von etwa 5 Monaten. In Lüchow-Dannenberg ist das sogar verpflichtend – für Tiere, die nach draußen dürfen.

Wann ist also der beste Zeitpunkt für eine Kastration?

Ab JETZT – Oktober – ist die richtige Zeit …

… um Ihre Katzen und / oder Ihren Kater zu kastrieren.

Alle im Jahr 2021 oder früher geborene Katzen (Kätzin & Kater) sollten aller-aller spätestens Ende Januar 2022 kastriert worden sein.

Alle Katzen und Kater, die im Frühjahr 2021 geboren wurden (sog. Mai-Katzen), sollten im Oktober – also jetzt – kastriert werden. 


Am Besten vereinbaren Sie jetzt sofort einen Termin!

–> 05865-355 (OP-Termine immer telefonisch vereinbaren)

Warum?

  • In der Samtgemeinde Elbtalaue, Gartow und Lüchow ist das per Verordnung* für alle „Freigänger“ Pflicht –> Kastrations-Pflicht für Freigänger
  • Kastrierte Tiere leben im Durchschnitt länger
  • Kater stinken nicht, markieren seltener und sind nicht so oft in „Kämpfe“ verwickelt, bei denen sie sich verletzen können
  • auf die Katzen müssen Sie nicht immer „aufpassen“, was, außer bei reinen Wohnungskatzen, sowieso nicht möglich ist
  • und es gibt immer noch viel zu viele „wilde“ / „verwilderte“ Katzen in Lüchow-Dannenberg
    Ab Ende Januar / Anfang Februar fangen die „Frühlingsgefühle“ auch bei den Tieren wieder an.
    Wer da nicht aufpasst oder vorgesorgt hat, der hat dann bald ungewollten Nachwuchs.
    Wer eine junge Katze im Frühjahr oder Sommer möchte, der braucht bloß in die Tierheime zu gehen, in die Kleinanzeigen schauen oder den Landwirt von nebenan fragen.
    Sie müssen nicht selbst für Nachwuchs sorgen…

    Der Eingriff ist beim männlichen Tier zwar auch unter Vollnarkose nötig, aber letztlich „nur“ ein Hautschnitt.
    Bei der Kätzin ist es schon eine „richtige“ Bauch-OP.

    Bei Katzen werden grundsätzlich immer die kompletten Eierstöcke entfernt (Kastration) und nicht nur unterbunden (Sterilisation), denn sonst hätten Sie alle paar Monate eine unausstehlich rollige Katze.

    Sofern die Tiere gesund sind, wird so eine Operation und die Vollnarkose gut verkraftet und nach 1-2 Tagen sind sie wieder erstaunlich fit und benehmen sich meistens so, als wäre nichts geschehen.

    Die Tierhilfe Wendland kann sich ab 2021, nicht mehr um die Tiere kümmern, die KEINEN BESITZER haben.
    Jeder Katzenbesitzer muss sich selbst um einen Termin bei seinem Tierarzt kümmern. Wer Tiere draußen füttert, der übernimmt damit die Verantwortung und ist der Besitzer dieser Tiere.


    Bei uns in der Kleintierpraxis Gusborn – DocGoy verläuft die Kastration folgendermaßen:


    1. Sie vereinbaren ein paar Tage vorher einen Termin zur Kastration.–> 05865-355


    2. Sie kommen (bei einem Tier) dann morgens um 8:00 Uhr, vor der Sprechstunde, in die Tierarztpraxis. Die Tiere dürfen dann vorher ca. 12 Stunden nichts gefressen haben, Wasser ja.

    3. Die Katze / der Kater wird einer Allgemeinuntersuchung unterzogen, ob ein erhöhtes Narkoserisiko vorliegt, oder ob sie zufällig gerade krank ist. Evtl. ist diese Untersuchung schon ein paar Tage vor der OP an einem separaten Vor-Untersuchungs-Termin vorgenommen worden.


    4. Danach wird die Katze bzw. der Kater gewogen, sofort in Narkose gelegt und operiert.


    5. Zwischen 15:00 und 18:00 Uhr können Sie Ihr Tier dann nach Absprache bei uns wieder abholen. Es ist dann meistens schon wieder recht wach.


    6. Die Zwischenzeit verbringt es in unserer Aufwachbox und wir beobachten sie/ihn regelmäßig, ob die Aufwachphase normal ist, ob evtl. Nachblutungen zu sehen sind, oder ob es zu sonstigen Komplikationen kommt, die wir dann sofort vor Ort behandeln könnten.


    7. Der Patient hat von uns ein Antibiotikum und Schmerzmittel bekommen. Auf Wunsch bekommt Ihr Tier von uns auch noch eine homöopathische heilungsfördernde Medikation.

    8. Bereiten Sie einen „Ausschlafplatz“ für das Tier vor, wo es warm, dunkel und ruhig ist. Futter und Wasser kann sofort angeboten werden. (s.u.)

    9. Achten Sie dann nach der OP in den nächsten Tagen auf Schwellungen, Blutungen, unangenehmen Geruch und das allgemeine Wohlbefinden vom Tier. Notfalls rufen sie jederzeit bei uns an. Katzen benötigen im Normalfall keinen Halskragen, so wie Hunde …

    Was kostet das ganze?

    Über den Preis einer Kastration kann nicht diskutiert werden.
    Wir Tierärzte unterliegen keiner freien Preisgestaltung, sondern unsere Gebühren richten sich nach einem Bundesgesetz.

    Die „Gebührenordnung für Tierärzte“ kann von jedem hier eingesehen werden:

    https://www.wir-sind-tierarzt.de/download/GOT_2020.pdf

    Auf S. 67 ist der Preis einer Katzenkastration beispielhaft aufgelistet.


    Also für Beratung und allg. Untersuchung, Injektionsnarkose, Kastration, 1 Injektion sind das dann im „einfachen Satz“

    – mindestens 110,- € incl. 19% MWSt. bei einem weiblichen Tier (Katze) und
    – mindestens 65,- € incl. 
    19% MWSt. für ein männliches Tier (Kater).

    PLUS:
    Dazu kommen dann noch
     abhängig vom Gewicht die Medikamente zur Narkose, Schmerzmittel und Antibiotikum, Verbrauchsmaterialien und ggf. weitere Untersuchungen, Behandlungen, Nachbehandlung sowie Schmerzmittel und Antibiotika die ggf. auch noch abgegeben werden und die Unterbringung und Überwachung in der Aufwachbox etc.


    Da Katzen & Kater hier „gechippt“ werden müssen (Chip-Pflicht für Freigänger in Lüchow-Dannenberg), wird das meistens auch gleich während der Narkose mit gemacht und kostet dann natürlich auch noch einmal etwas für die Implantation und den Chip selbst.


    Dieses Bundesgesetz ist rechtlich bindend für alle Tierärzte und darf bei Strafe auch in Ausnahmen nicht unterschritten werden. Eine Erhöhung bis zu dem 4-fachen Satz ist jederzeit möglich und ggf. durchaus angemessen. In Tierschutzfällen (wilde Katzen, die nach der Kastration wieder aus gewildert werden, also nicht ins Tierheim kommen oder irgendwo anders aufgenommen werden) darf nur unter ganz bestimmten, stark eingeschränkten Voraussetzungen, dieser einfache Satz im Einzelfall auch unterschritten werden.

    Tipps, um die Gefahr von Verletzungen der Katze nach einer OP gering zu halten:

    • Dunkeln Sie den Raum etwas ab!
    • Ruhe ist wichtig!
    • Wählen Sie einen Raum, in dem sich keine Gegenstände befinden, an denen sich das Tier bei seinen ersten Laufversuchen verletzen kann
    • Die Katze sollte keine Möglichkeit haben, Treppen zu laufen oder höher gelegene Sitz- und Liegeplätze (Kratzbaum, Schränke o. Ä.) aufzusuchen; auch wenn Katzen eigentlich Akrobaten sind – nach der Operation sind sie benommen, und es besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko!
    • Katzen, die den Katzenkorb schätzen, können zunächst in diesem belassen werden.
    • Sie können die operierte Katze auch in eine mit Decken ausgepolsterte Wanne legen. Der Bewegungsradius der Katze und das Verletzungsrisiko sind so geringer.
    • Geben Sie Ihrer Katze nichts zu fressen, bevor sie nicht wieder ganz wach ist und sich normal verhält. Erfolgte die Operation am Morgen, so können Sie der Katze frühestens wieder am späten Abend eine kleine Mahlzeit einer gut verträglichen Nahrung anbieten. Selbstverständlich sollte sie immer Zugang zu frischem Wasser haben.
    Quelle: Royal Canin

    Sprechen Sie jetzt einen Termin bei uns oder in Ihrer Tierarztpraxis ab.

    Am besten sollte Ihre Katzen etwa 5 Monate alt sein, aber auch jüngere Tiere und natürlich auch ältere Tiere können (müssen) kastriert und gechippt werden.

    Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Kastration einer Katze/Kater in Lüchow-Dannenberg?
    Jetzt!

    Eine Verschiebung der Rolligkeit per Spritze für weibliche Katzen ist zwar auch möglich, doch sollte das nur in Ausnahmefällen gemacht werden und entbindet sie grundsätzlich nicht von der Kastrationspflicht.
    Eine Operation während der Rolligkeit sollte wegen erhöhter Komplikationsgefahr nicht vorgenommen werden.

    Weitere Information zu unseren Sprechzeiten finden Sie auf der Homepage: https://DocGoy.de

    Tierarzt Notdienst am Wochenende und Feiertagen Lüchow-Dannenberg – 4. Quartal 2021

     

    Notdienste an Wochenenden und Feiertagen (Weihnachten – Silvester) der Klein-Tierärzte in Lüchow-Dannenberg für das 4. Quartal 2021


    Für die nächsten 3 Monate, also das 4. Quartal 2021 incl. Weihnachten und Silvester, haben 5 Tierarztpraxen diesen Vertretungsplan (s.o.) aufgestellt.


    Unsere eigenen Sprechzeiten sind wie folgt:


    Kleintierpraxis Gusborn – Dr. Reinhard Goy – DocGoy

    Am Durlei 19
    29476 Gusborn
    Telefon: 05865-355
    Internet: DocGoy.de


    Sprechzeiten (normal):
    Montag – Samstag: 09:00 – 11:00 Uhr
    Montag – Freitag: 15:00 – 18:00 Uhr


    Hier der Notdienstplan zum Download als PDF


    • Neu 1: Die Webseite ist aktualisiert worden –> https://docgoy.de
    • Neu 2: Sie können jetzt für Routine-Besuche Ihren Termin im Onlinekalender selbst wählen  –> https://docgoy.de   (Nicht für eilige Behandlung oder Notfälle, nicht für OP-Termine und nicht außerhalb der Sprechzeiten.)
    • Neu 3: Bitte schauen Sie auf der Webseite auchimmer auf den Punkt „Aktuelles“.
    • Denken Sie immer noch an die Corona-Regeln (AHALA):

      1. Immer vorher einen Termin vereinbaren
      2. Nur mit Maske ins Wartezimmer / Sprechzimmer
      3. Nicht mehr als eine Begleitperson mit dem Tier
      4. Hygiene: Hände vor und nach dem Tierarztbesuch desinfizieren
      5. Nicht kommen, wenn sie selbst krank sind
      6. Nach Möglichkeit mindestens 1,50 m Abstand zu allen anderen im Wartebereich und Sprechzimmer halten
      7. Wenn im Wartezimmer schon jemand ist, bitte draußen oder im Auto warten

    Allgemeine und spezielle Ratschläge zur Suche von Katzen


    Allgemeine und spezielle Ratschläge zur Suche von Katzen in Lüchow-Dannenberg


    Grundsätzlich besteht in Lüchow-Dannenberg für Katzen und Kater eine Kastrations- und Chip-Pflicht. Somit sollte es eigentlich kein Problem sein, entlaufene Katzen den Besitzern zu zu ordnen. Doch 1. sind immer noch viele Katzen ohne Kennzeichnung und 2. wissen viele Katzenbesitzer nicht, dass der Chip alleine nicht ausreicht. Das Tier muss dann noch selbstständig gemeldet / registriert werden. Wir machen das in unserer Praxis automatisch, doch nicht jeder Tierarzt macht das bzw. weist noch einmal deutlich darauf hin, dass der Chip noch bei z.B. Tasso gemeldet werden muss. 
    (s. Punkt 3.)

    Was also tun, wenn die Katze nicht wie gewohnt zu Hause ist?

    1. Am Besten sucht ihr in den Abendstunden.

    • Dann könnt ihr eure Katze besser hören, wenn sie Antwortet bzw. sie hört euch auch besser wenn ihr ruft. Schaut in allen unmöglichen Stellen nach (z. B. Regenrinnen, Abwasserrohre (z.B. Straßengulli), Keller, Kellerfensterschächte, Garagen, Carports, Schuppen, leerstehende Häuser und Nebengebäude der Nachbarn usw.).
    • Also überall dort wo sie mit ihren Schnurrhaaren durchkommen. Bitte nicht vergessen eine Taschenlampe mit zunehmen. Denn Katzen melden sich nicht unbedingt beim Rufen und können bereits in deiner Nähe sein.
    • Und schaut auch bei euch im Hause um. Sie krabbeln auch gerne hinter Schränken, unter Einbauküchen. Also überall dort wo sie mit den Schnurrhaaren durchkommen.
    • Bitte schaut auch in Bäume! Es gibt leider Katzen, die auf Bäume klettern und nicht
    • wieder runter kommen!
    • Bei vermissten Hauskatzen (also kein Freigänger) bitte direkt im Umfeld des Hauses suchen. Meistens verstecken sie sich in der Nähe vor Panik, weil sie das draußen sein nicht kennen.
    • Beliebte Katzenreviere sind auch Friedhöfe, Reiterhöfe, offene Pferdeunterstände und Hühnerstände. Bitte auch dort suchen, wenn so was in einen Umkreis von 5 km ist.
    • Die ungereinigte Katzentoilette raus stellen, das riechen sie km weit.
    • Meistens sind sie ganz in der Nähe.
    • Auch in leerstehende Häuser in der Nähe gucken, die verkauft werden sollen. Wenn dort Besichtigung ist, stehen oft die Türen auf und danach kommt wieder länger niemand rein. Wenn da eine Katze aus Versehen eingesperrt wird, kann das böse enden.
    • Hier noch ein paar Tipps für die Suche: https://www.katzeninfo.com/kin/suchanleitung
    • Und vor allem Nachts suchen, da ist es ruhig und mit Taschenlampe, da leuchten Katzenaugen im Gebüsch oder unterm Auto.
    • Wichtig für Landkreis Lüchow-Dannenberg! Fragt bei eurer Gemeinde nach! Ihr habt kein Tierheim und die Tierhilfe Wendland kann leider keine Fundtiere mehr aufnehmen! Die Gemeinden / Samtgemeinden (Ordnungsamt) sagen leider oft den Findern das sie die Katze behalten sollen!  Denn dort muss man die Fundtiere melden und die sind für die Unterbringung verantwortlich.

    2. Tierheim benachrichtigen

    Persönlich mit Bild oder per Email mit Bild. Leider sehen viele Katzen sich sehr ähnlich, deshalb ist es besser sich persönlich im Tierheim (Katzenhaus und Quarantänestation) die Katzen anzuschauen. Die ehrenamtlichen am Telefon kennen leider die Katzen nicht persönlich und die Telefonzeiten sind sehr kurz. Und leider werden Fundkatzen nach einigen Tagen ( 5-14Tagen, hängt vom Tierheim ab) zur Vermittlung freigegeben. Allerdings hat man ½ Jahr Anspruch seine Katze wieder zubekommen.
    Benachrichtigt auch unbedingt die Tierheime in den Nachbarkreisen. Es ist schon oft vorgekommen, das Katzen ca. 20 km weiter gefunden wurden.
    In Lüchow-Dannenberg ist die Tierhilfe Wendland leider nur noch eingeschränkt tätig…

    3. Meldet sie unbedingt bei Tasso als vermisst, 

    auch wenn sie keinen Chip oder keine Tätowierung hat.
    Ihr müsst sie, wenn sie noch nicht registriert sind anmelden. Das geht auch online https://www.tasso.net/Tierregister/Tier-registrieren. Am Besten wäre mit Bild vermisst melden. Das ladet ihr während der Online-Vermisstenmeldung mit hoch. Sie verschicken Suchmeldungen an ihre registrierten Mitglieder (Suchhelfer). https://www.tasso.net/Tierregister/Tier-vermisst/Tier-vermisst-melden

    Weitere Internetadressen für Tierregistrierungen und Tiersuche:

    4. Verteilt Flyer und Plakate 

    Diese bekommt ihr u.a. bei Tasso gratis auf Anforderung zugeschickt. Hängt sie in eurer Nachbarschaft und an Orte wo viele Menschen sind aus. z.B. „Schwarze Bretter“ in den Supermärkten.

    5. Sprecht die Menschen bei eurer Suche an, 
    auch Nachbarn usw. und sensibilisiert sie.

    • Geht zu euren Landwirten im Ort und fragt nach ob dort vielleicht eure Katze aufgetaucht ist.
    • Fragt im Tierheim, Katzenhilfe oder eure Nachbarn, ob einer was von Futterstellen für Streuner weiß. In vielen Orten gibt es für sie Futterstellen und Schutzhütten.
    • Und sich vielleicht erkundigen, ob in der Nachbarschaft Umzüge waren. Falls ja, nach den Namen und Adressen fragen. Telefonnummer nicht vergessen.
    • Falls man selbst vor kurzen umgezogen ist, bitte die Nachbarschaft am alten Wohnort benachrichtigen und dort auch Suchplakate und Flyer verteilen.
    • Im Bauhof der Gemeinde nachfragen.
    • Postbote und Zeitungsausträger informieren.
    • Nachbarn bitten alle Garagen, Keller, Schuppen und Carports für eine Stunde aufzumachen! Katzen kommen erst raus, wenn sie sich sicher fühlen. Sie reagieren nicht auf Fremde!

    6. Presse informieren, 

    also eine Anzeige mit Bild aufgeben.

    7. Bei Ebay-Kleinanzeigen eine Suchanzeige aufgeben 

    und dort auch selbst nach Fundkatzen suchen.

    8. Facebook-Gruppen und sonstige Suchseiten speziell für Lüchow-Dannenberg


    9. Tierärzte und die Tierkliniken ansprechen

    Wenn eine „wilde“ oder „zugelaufene“ Katze gefunden wurde, kann jeder Tierarzt den Chip auslesen, sofern einer vorhanden ist. Auch Notfallbehandlungen werden natürlich vorgenommen, sofern das Tier verletzt ist. Tierärzte sind verpflichtet zu helfen, jedoch nicht verpflichtet, dieses kostenlos zu tun. Grundsätzlich ist der Finder / Bringer für die Kosten zuständig. Das gilt auch für Vögel, Igel und was sonst noch so alles beim Tierarzt landet …

    10. Heimwegschleppe – so funktionierts:

    Sinn dieser Schleppe ist, die Katze daran zu erinnern, dass sie wieder nach Hause kommen soll. Weil Katzen anscheinend einfach manchmal vergessen, dass da ja auch noch jemand ist, der wartet. Bei uns hat es funktioniert. 
    Bewaffnet mit einem von mir getragenem T-Shirt bin ich abends (!) los. Das T-Shirt habe ich an eine Leine gebunden und bin dem Fahrrad von Zuhause weg so ca. 500 m. 
    Danach bin ich umgedreht, habe das T-Shirt auf dem Boden schleifen lassen und bin nach Hause gefahren. T-Shirt wieder hoch genommen. 
    Nächster Weg, 500 Meter gefahren, T-Shirt auf dem Boden schleifen lassen, wieder nach Hause. 
    Das macht man sternförmig mit allen Wegen, die nach Hause führen. Danach unbedingt das Haus nicht mehr verlassen!
    Bei uns hat es geklappt, mein Kater stand nächsten Morgen wieder im Garten, als wenn nichts gewesen wäre.
    Die Pet-Trailerin erzählte mir, dass das schon oft geklappt hat. 
    Ich war skeptisch, aber der Erfolg war ja da. Also, versucht es unbedingt!

    Abgeändert & ergänzt – Original-Quelle bei: https://www.facebook.com/groups/600619376684100 – Dank an
     https://www.facebook.com/heidrun.witte

    PS: Wem noch ein wichtiger Punkt einfällt, oder wer noch eine Idee hat, bitte gerne als Kommentar schreiben bzw. per Mail oder über Facebook. Ich kann die Hinweise hier gerne noch ergänzen…

    Notdienst am Wochenende und Feiertagen der Klein-Tierärzte in Lüchow-Dannenberg für das 3. Quartal 2021


    Notdienste an Wochenenden und Feiertagen der Klein-Tierärzte in Lüchow-Dannenberg für das 3. Quartal 2021

    Für die nächsten 3 Monate, also das 3. Quartal 2021 haben wir die Vertretungspläne aufgestellt.

    Unsere eigenen Sprechzeiten sind wie folgt:

    Kleintierpraxis Gusborn – Dr. Reinhard Goy – DocGoy

    Am Durlei 19
    29476 Gusborn
    Telefon: 05865-355
    Internet: DocGoy.de


    Sprechzeiten (normal):
    Montag – Samstag: 09:00 – 11:00 Uhr
    Montag – Freitag: 15:00 – 18:00 Uhr

    Hier der Notdienstplan zum Download als PDF


    Neu 1: Die Webseite ist aktualisiert worden –> https://docgoy.de

    Neu 2: Sie können jetzt für Routine-Besuche Ihren Termin im Onlinekalender selbst wählen  –> https://docgoy.de   (Nicht für eilige Behandlung oder Notfälle, nicht für OP-Termine und nicht außerhalb der Sprechzeiten.)

    3. Bitte Denken sie immer noch  an die Corona-Regeln (AHALA):

    1. Immer vorher einen Termin vereinbaren
    2. Nur mit Maske ins Wartezimmer / Sprechzimmer
    3. Nicht mehr als eine Begleitperson mit dem Tier
    4. Hände vor und nach dem Tierarztbesuch desinfizieren
    5. Nicht kommen, wenn sie selbst krank sind
    6. Nach Möglichkeit mindestens 1,50 m Abstand zu allen anderen im Wartebereich und Sprechzimmer halten
    7. Wenn im Wartezimmer schon jemand ist, bitte draußen oder im Auto warten