Juli 19, 2026

Was kann ich machen, wenn mein Hund erhöhte Leberwerte hat?


Was kann ich machen, wenn mein Hund erhöhte Leberwerte in der Blutprobe hat?


Was hohe Leberwerte aussagen:

Erhöhte Leberwerte im Blut bedeuten zunächst nicht automatisch, dass der Hund eine schwere Lebererkrankung hat. 
Eine Blutprobe ist immer nur eine Momentaufnahme von genau dem Zeitpunkt und den äußeren Umständen der Blutprobenentnahme.
Die Werte hängen u.a. ab vom Zeitpunkt der Entnahme, ob der Hund vorher getrunken oder gefressen hat, wie schnell die Blutprobenentnahme gemacht wurde, wie aufgeregt das Tier war (Stress), wie die Probe aufbereitet wurde, wie der Transport war, wie die Außentemperatur war, wie und wann und von welchem Labor untersucht wurde etc.

„Hohe Leberwerte“ zeigen an, dass die Leber belastet ist oder geschädigt sein könnte. 
Die tatsächliche Ursache sollte deshalb immer tierärztlich abgeklärt werden, denn die Behandlung richtet sich nach dem Auslöser.

Mögliche Ursachen erhöhter Leberwerte:

  • Entzündungen der Leber (Hepatitis)
  • Bei Katzen „Fettleber“ durch Hungern
  • Infektionen der Leber (z. B. bakterielle, parasitäre oder virale Erkrankungen)
  • Aufnahme von Giftstoffen (z. B. bestimmte Pflanzen, Schimmelpilze, Medikamente)
  • Überlastung durch Anfall von vielen körpereigenen Giftstoffen (z.B. nach Blutungen, Verletzungen etc.)
  • Belastung durch Fieber und Infektionen von anderen Organen
  • Mangelernährung durch falsche Fütterung oder chronische Darmprobleme
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder das Cushing-Syndrom
  • Gallenblasen- oder Gallengangs Erkrankungen
  • Tumoren der Leber
  • Angeborene Lebererkrankungen wie ein portosystemischer Shunt
  • Altersbedingte Veränderungen

Diese Werte gehören zu den „Leberwerten“ die sog. „Leberenzyme“:

  • ALT (Alanin-Aminotransferase)
  • AST (Aspartat-Aminotransferase)
  • ALP (Alkalische Phosphatase)
  • GGT (Gamma-Glutamyltransferase)
  • Bilirubin
  • Gallensäuren

Die Kombination der Werte gibt Hinweise darauf, ob eher Leberzellen geschädigt sind oder ein Problem im Bereich der Gallenwege vorliegt.
Die Höhe der Werte bzw. die Abweichung vom oberen oder unteren Normalwert können ein Hinweis auf die schwere der Krankheit sein. Allerdings steigen einige Werte schnell uns stark an, andere eher zeitlich verzögert und langsamer.
Pi mal Daumen kann man sagen, dass eine Verdopplung der Werte schon ein deutlicher Leberschaden ist.

Was sollten Sie tun?

Tierärztliche Abklärung:
  • Blutwerte kontrollieren und ggf. wiederholen
  • Urinuntersuchung
  • Ultraschall der Leber und Gallenblase
  • Bei Bedarf weitere Untersuchungen wie Gallensäuretest oder Leberbiopsie

Worauf Sie achten können:
  • Keine Medikamente eigenmächtig geben (grundsätzlich, nie!)
  • Schmerzmittel sollten nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt eingesetzt werden

Leberfreundliche Ernährung (s.u.):
  • Hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß
  • Angepasster Fettgehalt (je nach Ursache)
  • Ausreichend Energie, damit keine Muskelmasse abgebaut wird
  • Eventuell spezielles Diätfutter für Leberpatienten



Je nach Diagnose können folgende l
eberunterstützende Ergänzungen sinnvoll sein (s.u.):
  • S-Adenosylmethionin (SAMe)
  • Mariendistel (Silymarin)
  • Vitamin E
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Ursodeoxycholsäure (nur bei bestimmten Erkrankungen und tierärztlicher Verordnung)

Regelmäßige Kontrollen:
  • Verlauf der Blutwerte alle Wochen bis Monate kontrollieren
  • Bei chronischen Erkrankungen dauerhafte Überwachung

Warnzeichen, bei denen Sie sofort zum Tierarzt sollten:
  • Gelbliche Schleimhäute oder Augen (Gelbsucht)
  • Starkes Erbrechen
  • Appetitlosigkeit über mehr als 24 Stunden
  • Ausgeprägte Mattigkeit („Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit„)
  • Krampfanfälle oder Verhaltensänderungen
  • Starker Durst und häufiges Wasserlassen
  • Blutungen oder schwarzer Kot
  • Aufgeblähter Bauch

Was ist eine „Leberschutz-Therapie“?


Die Leber kann auf vier Wegen geschützt, bzw. entlastet werden.


1. Durch Nahrungsergänzungen werden der Leber hochwertige „Bauteile“ zur Verfügung gestellt, die die Leber für Ihre Stoffwechselfunktionen braucht. So muss sie die nicht selbst herstellen, sondern kann gleich auf die Enzyme / Vitamine / Mineralstoffe / Spurenelemente / Aminosäuren zugreifen.
Hier gibt es spezielle Tabletten z.B. von Almapharm oder Alfavet (Hepatosan)

2. Durch spezielle Adsorbentien (Adsorptionsmittel) werden schädigende Stoffe aus dem Darm aufgenommen und mit dem Kot ausgeschieden, bevor sie in die Leber gelangen und dort mit hohem Energieaufwand abgebaut werden müssen. 
Das bekannteste Mittel ist hier die Aktivkohle, welche vor allem im sauren pH-Bereich gut wirkt und die „Heilerde“ (wie z.B. Bentonit), welche besser im alkalischen Spektrum wirkt.
Wir empfehlen z.B. DuoTox und vor allem Toxaprevent


3. Durch pflanzliche Mittel, welche die Eigenschaft haben, dass vermehrt Gallensäuren ausgeschieden werden, was letztlich eine Entgiftung der Leber bedeutet.
Zu den bekanntesten Pflanzen hier gehören z.B. die Artischocke und die Mariendistel.
Beide sind z.B. enthalten in Ewalia Leber-Nieren-Saft für Hunde

4. Durch spezielle leberschonende Diätnahrung, wo die Verstoffwechselung einfach ist, da die Inhaltsstoffe hochverdaulich sind.
Wir empfehlen, vor allem wegen ihrer Schmackhaftigkeit, die Produkte von RoyalCanin

Alle vier Methoden können parallel eingesetzt werden, jedoch nicht gleichzeitig, da z.B. die Adsorbentien die Aufnahme von Vitaminen behindern könnten.

Kann sich die Leber erholen?


Ja. Die Leber besitzt eine außergewöhnliche Regenerationsfähigkeit. 
Wird die Ursache früh erkannt und behandelt, normalisieren sich die Leberwerte bei vielen Hunden innerhalb von Wochen bis Monaten. 
Bei chronischen Erkrankungen lässt sich die Leberfunktion häufig langfristig stabilisieren, auch wenn die Werte nicht immer vollständig in den Normalbereich zurückkehren.

Fazit


Erhöhte Leberwerte sind ein wichtiges Warnsignal, aber noch keine Diagnose. 
Entscheidend ist, die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln, oder zumindest die Symptome zu lindern und die Blutwerte in den  Normalbereich zu bekommen.
Mit einer frühzeitigen tierärztlichen Abklärung, einer angepassten Ernährung und – falls angezeigt – leberunterstützenden Maßnahmen haben viele Hunde eine gute Prognose.

Kostenloser PDF-Download dieser Broschüre:

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Juli 18, 2026

Dieser Bereich wird jetzt Videoüberwacht!


Dieser Bereich wird jetzt Videoüberwacht!


Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir ab jetzt sowohl den Wartebereich (Wartezimmer, innen) als auch den Behandlungsraum (innen) mit einer Videokamera durchgehend überwachen.

Dies gilt nicht nur der Abschreckung vor Einbrüchen (wie bereits schon einmal geschehen), sondern auch unserer Sicherheit in emotionalen Ausnahmesituationen.

Leider ist es schon vorgekommen, dass wir bedroht, beschimpft und körperlich angegriffen wurden.

Um zum Einen davor abzuschrecken und zum Anderen wenigstens einen Videobeweis zu haben, haben wir uns entschlossen jetzt eine Videoüberwachung zu installieren.

Der besondere Vorteil: 
Auch die Aufwachbox mit stationären Patienten, die noch in Narkose sind oder über Nacht bleiben, können wir jetzt damit über unser Handy kontrollieren und schauen, ob alles in Ordnung ist!

Natürlich werden die Daten nicht langfristig gespeichert!

Jede Person, der/die das hier liest und 99,99% aller unserer Kunden sind ausgesprochen liebe und freundliche Menschen, die sich um Ihre Tiere kümmern und mit uns und unserer Arbeit zufrieden sind.
Leider muss man eben auch Maßnahmen für die 0,01% der anderen Menschen treffen …
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Juli 16, 2026

Vorsorge und Prävention in der Tierarztpraxis


Vorsorge und Prävention in der Tierarztpraxis


Zur Vorsorge bzw. zur Prävention gehört neben der regelmäßigen Schutzimpfung, der kontinuierlichen Parasitenbehandlung eben auch eine ausführliche klinische Untersuchung und eine Blutprobenuntersuchung vor allem bei Tieren über 7 Jahren.

Verschiedene Krankheiten treten im Alter bei Hunden und Katzen gehäuft auf, die tatsächlich manchmal nur durch eine Blutprobe erkannt werden können.

Häufige Alterskrankheiten bei Hunden


Arthrose
Ihr Vierbeiner möchte nicht mehr laufen oder spielen? 
Das kann an den Gelenken liegen: Arthrose beim Hund lautet die mögliche Diagnose.
Hier können am Anfang auch gute Nahrungsergänzungen helfen (–> BLOGBEITRAG 1 | –> BLOGBEITRAG 2 | –> BLOGBEITRAG 3)

Diabetes
Wenn Ihr Vierbeiner auffällig viel trinkt und Urin absetzt oder mit Heißhunger frisst und dennoch an Gewicht verliert, sollten Sie ihn in Ihrer Tierarztpraxis vorstellen.

Epilepsie
Schätzungen zufolge hat ca. einer von 150 Hunden Epilepsie. 
In vielen Fällen ist die Ursache der Krankheit gar nicht bekannt.

Herzerkrankung
Eine Herzerkrankung beim Hund kann angeboren sein oder sich im Laufe des Hundelebens entwickeln.

Zahnstein
Zahnstein beim Hund kann schwerwiegende Folgen. 
Die richtige Zahnpflege ist wichtig, es liegt aber auch an der Genetik.

Demenz
Da die Tiere heutzutage auf Grund des besseren Futters und der guten tierärztlichen Versorgung immer Älter werden, treten im Alter auch Demenzerscheinungen bei Hunden auf.
Dieses kann ggf. durch Nahrungsergänzungen gemindert werden. (–> BLOGBEITRAG 1 | –>  BLOGBEITRAG 2)

Häufige Alterskrankheiten bei Katzen


Bluthochdruck / Schilddrüsenüberfunktion
Bluthochdruck bei Katzen ist gefährlich und verkürzt die Lebenserwartung. 
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind daher wichtig.
Wir führen in unserer Praxis auf Terminabsprache gerne Blutdruckmessungen bei Katzen durch.

Niereninsuffizienz
Die Niereninsuffizienz bei Katzen tritt ab einem Alter von ca. sieben Jahren auf und betrifft etwa jede fünfte Katze, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt.
Dieses kann nur mit einer Blutprobe erkannt werden.

Diabetes
Etwa zwei von hundert Katzen leiden an Diabetes mellitus, dessen Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten durch geänderte Haltungs- und Fütterungsbedingungen zugenommen hat.

Arthrose
Gelenkschmerzen bei Katzen bleiben häufig unbemerkt – mit ernsthaften Folgen. Unbehandelt kann daraus Arthrose entstehen, eine schmerzhafte und unheilbare Gelenkerkrankung. (–> PDF: Wie erkenne Schmerzen bei der Katze)

Jetzt einen Termin vereinbaren:



Quelle überarbeitet und ergänzt: https://tierisch-gutes-team.de/
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Juli 15, 2026

Empfindlicher Hundemagen? Nicht mit uns!


⚡Empfindlicher Hundemagen? Nicht mit uns!

💦🐕‍🦺🪵 Sommerzeit ist Ausflugszeit:

Neue Wege, kleine Abenteuer und manchmal auch Pfützen, Badeseen oder Dinge, die unterwegs besser nicht im Hundemagen landen sollten.

Nutrilabs Acid Protect® unterstützt die Magenschleimhaut Ihres Hundes und eignet sich besonders bei empfindlichem Magen oder starker Säurebelastung. 

Die Kautabletten enthalten ausgewählte Pflanzenstoffe – u. a. Rotulmenrinde -, Mineralstoffe und rohfaserreiche Bestandteile, die Magen und Darm auf sanfte Weise begleiten.

Für mehr Bauchruhe, wenn der Sommer mal wieder voller kleiner Versuchungen steckt.


✨💕🎨 Wussten Sie schon?

Nutrilabs präsentiert sich jetzt in einem neuen, modernen Design. Klarer, frischer, zeitgemäß.

Auch im neuen Look steckt weiterhin das, worauf Sie sich verlassen können: bewährte Rezepturen, gleichbleibende Qualität und die Sorgfalt, die Sie kennen und Ihrem Tier anvertrauen. „Tiergesundheit mit Herz und Verantwortung“ ist dabei nicht nur ein Motto, sondern ein gelebtes Versprechen – damals wie heute.

Für Sie und Ihren Liebling heißt das:
Vertrautes bleibt. Nur das Design ist neu.


Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken wünscht Ihnen
Ihr Team von DocGoy & Tierarzt24

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Juli 14, 2026

Der besondere Fall am Wochenende


Der besondere Fall am Wochenende


Na, das war ja mal was …
Anruf: „Wir haben einen Notfall! Der Hund hat in seinen Ball gebissen und steckt jetzt fest…!“

„Was kann daran denn so schlimm sein?“ dachte ich, bis ich den Hund sah…


Da kommt ein etwa schäferhundgroßer Hovawart mit einem Hartplastikball, der einen Durchmesser von schätzungsweise 30 – 40 cm hat und auf dem Unterkiefer feststeck, in die Praxis.

Der Hund spielte wohl schon seit langer Zeit mit diesem harten Ball und hatte in der Zeit ein Loch hineingebissen.
Mit der Zeit wurde es größer und größer und dann konnte er plötzlich seinen Unterkiefer da hineinzwängen. 
Die Ränder bogen sich nach innen und der Kiefer war gefangen. 

Das Maul war blutverschmiert, der Hund extrem aufgeregt, da die Besitzer sicher schon einige Zeit versucht hatten das Teil herunter zu bekommen u.a. wohl auch mit einer Flex.

In Vollnarkose haben wir dann versucht das etwa 0,5cm starke Plastik mit allen möglichen Werkzeugen aus der Werkzeugkiste zu zerkleinern, was gar nicht so einfach war, denn das dicke Plastik saß eng an der Haut/Schleimhaut, hatte diese z.T. schon verletzt und mit größeren Werkzeugen kam man gar nicht dazwischen.

Kurze Zeit hatte ich überlegt die Feuerwehr oder sonstige Hilfe anzurufen, doch dann habe ich es geschafft kleine Fetzen vom Plastik Stück für Stück weg zu schneiden oder nach außen zu biegen, die angeschwollenen Lefzen zurückzuziehen und den Ball vorsichtig vom Unterkiefer über die Eckzähne zu schieben. 

Bei der Kontrolle der Maulhöhle haben wir dann auch noch ein Stöckchen zwischen zwei Backenzähnen im Oberkiefer eingeklemmt gefunden.


Dass ein Markknochen (Beinscheibe) hinter den Eckzähnen eingeklemmt ist, kommt schon so alle paar Jahre mal vor, aber dieser riesige Ball auf dem Unterkiefer war dann in 35 Jahren doch der erste Fall dieser Art…
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