Tierhaltung Gesundheit

Kleintierexperte DocGoy - Eliminationsdiät /  Ausschlussdiät

Kleintierexperte Kleintierpraxis DocGoy

Wie geht Ausschlussdiät oder Eliminationsdiät?


Futtermittelassoziierte Allergien beim Hund sind ziemlich häufig.


Diese können sich in Form von 
  • Durchfall oder wechselnder Kotkonsistenz
  • chronischen Ohrentzündungen
  • Hautproblemen
  • Juckreiz
  • chronischer Analbeutelentzündung etc.
zeigen.

Bei jedem Allergieverdacht muss immer folgendes bedacht werden:


1. Die Symptome / Folgen (jucken, Entzündungen, Durchfall, Unruhe, Hautprobleme etc.) müssen möglichst schnell behandelt werden, damit es nicht noch schlimmer wird.
    - Allergiebehandlung mit Tabletten oder Injektionen bzw. kurzzeitiger Gabe von Cortison
    - Bei Hautproblemen ist ein regelmäßiges Waschen unumgänglich
    - ggf. Antibiose bei bakteriellen Sekundärinfektionen
    - symptomatische Durchfallbehandlung

2. Die zugrunde liegende Hauptursache (Allergie) muss bekämpft werden 

3. Die spezifische Ursache, die einzelnen Allergene, müssen identifiziert werden 

Eine Eliminationsdiät (auch Ausschlussdiät genannt) hilft dabei, genau diese unverträglichen Lebensmittel zu finden. 

Die Eliminationsdiät läuft in drei Schritten ab: 

  1. Erstens werden verdächtige oder häufige Reizstoffe für 2 bis 6 Wochen komplett weggelassen. 
  2. Zweitens wird ein Beschwerdetagebuch geführt. 
  3. Drittens werden die Lebensmittel einzeln und schrittweise wieder eingeführt.



Phase 1: Die Weglass-Zeit (Eliminationsphase)

Dauer: 2 bis 6 Wochen (oft auch bis zu 8 Wochen, je nach Art der Beschwerden).

Was weglassen: Meistens verzichtet man auf häufige Auslöser wie Milchprodukte, Gluten, Eier, Soja, Nüsse oder Fisch. Bei Verdacht auch auf Histamin oder Fruktose.
Das macht jedoch nur Sinn, wenn es eines dieser Lebensmittel ist.

Besser und einfacher geht es mit ganz speziellen Futtermitteln, welche wirklich gar keine Allergene mehr enthalten (hydrolysierte Nahrung).

Wichtig ist IHRE Konsequenz: 
Jede kleine Menge eines anderen Allergens stört den Erfolg; auch "Hypo"-Allergiefutter, selektive Proteine, irgendwelche Nahrungsergänzungen, Leckerlies, Kauknochen, Medikamente mit Geschmack, Zahnpflegeprodukte, was vom Tisch fällt oder beim Spazierengehen gefressen wird.

Aber auch hier die Futterwechselregel beachten: 
Erst die Hälfte vom alten Futter und die Hälfte des neuen Futters, dann 1/3 zu 2/ 3, 1/4 zu 3/4 und dann ganz den Wechsel vollziehen.
Keine abrupte Umstellung, denn auch das kann zu Problemen führen...

Wenn sich hier innerhalb von mind. 6-8 Wochen gar nichts ändert, ist es KEINE Futtermittelallergie und es muss weiter nach einer anderen Ursache geforscht werden!

Phase 2: Beobachten und Aufschreiben

Tagebuch der Symptome: Notieren Sie Schmerzen, Blähungen, Hautprobleme, Unruhe, Jucken oder Müdigkeit und wie stark diese sind.

Ziel: Warten Sie, bis Ihre Beschwerden deutlich besser sind oder ganz verschwinden. 

Phase 3: Das Testen (Wiedereinführungsphase)

Start: Erst, wenn alle Symptome der Allergie durch das Allergiefutter verschwunden sind.

Schritt für Schritt: Fügen Sie zum Anallergenic EIN neues, einzelnes Lebensmittel wieder hinzu, z.B. nur reines Hühnchen.

Reaktion prüfen: Kommen die Beschwerden innerhalb von Stunden oder Tagen zurück, haben Sie den Auslöser gefunden und meiden ihn künftig. 

Wenn eine Reaktion auftritt, wieder das Anallergenic alleine füttern, bis die Symptome verschwunden sind.

Wenn noch einigen Tagen KEINE erneuten Symptome aufgetreten sind, kann ein zweite Proteinquelle oder Kohlenhydratquelle (z.B. Kartoffeln) ausprobiert werden zusätzlich zur 1. Quelle und dem Anallergenic.

Diese Schritte so lange wiederholen, bis die verursachenden Lebensmittel herausgefiltert sind (eliminiert werden können) und genügend gut verträgliche Futtermittel gefunden wurden. Diese Prozedur kann sich über einige Monate hinziehen, ist aber wirklich aussagekräftig!

Alternative (schnellere) Vorgehensweise:

Die Bicom-Bioresonanz-Analyse kann das Auffinden der zugrundeliegenden Allergene und auch anderer Belastungen schneller und einfacher machen.

Das Vorgehen hier:
  1. Symptome behandeln
  2. Hauptursache ausschalten durch Fütterung von Anallergenic
  3. Herausfinden der Belastungen durch die Bioresonanz-Analyse
  4. Weglassen der Allergene und Behandlung der sonstigen Belastungen mit Bioresonanz

Dieses ist wieder ein gutes Beispiel für die richtige und wichtige Zusammenarbeit von "Schulmedizin" und "alternativen Behandlungen"

Quellen und weitere Artikel zu dem Thema "Allergie" / "Atopie":

Diese Seite ist die Kopie eines Blogartikel zu einem speziellen Thema.

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