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Gebührenordnung für Tierärzte – GOT – Wird wirklich alles teurer?


Gebührenordnung für Tierärzte – GOT – Wird wirklich alles teurer?


Es hat sich viel geändert in den letzten 20 Jahren – Die Gebührenordnung für Tierärzte jedoch nicht. Die Berechnungsgrundlage stammt noch aus dem letzten Jahrtausend! 
Doch die Zeiten wandeln sich und die Methoden werden immer aufwändiger – auch in der Tiermedizin.
Das viel kritisierte „Kliniksterben“ hat u.a. seine Gründe darin, dass es einfach nicht mehr wirtschaftlich war, diese Klinik weiter zu betreiben.

Kleinere Praxen können das nur durch Mehrarbeit kompensieren, doch auch da sind Grenzen und der Burnout sowie die Selbstmordrate unter den Tierärzten ist vergleichsweise sehr hoch.

In den letzten Jahren ist eine Neubewertung aller Leistungen nach Zeit, Schwierigkeitsgrad und technischem Aufwand durchgeführt worden. Aufgrund dieser Studie wurden den einzelnen Verrichtungen (GOT-Nummern) neue Werte zugeordnet.
Wenn man ganz genau hinsieht, wird die eine oder andere Leistung sogar günstiger. Doch im Großen und Ganzen ist mit einem Preisanstieg von etwa 20%, was auch dringen nötig ist.


In einer ersten Begutachtung ist festzustellen, dass Die Tierarztgebühren immer noch ca. 20% unter den gestiegenen Kosten der letzten 20 Jahre liegt und die aktuellen Preissteigerungen sind noch nicht einmal inbegriffen.

Der genannte „einfache Satz“ ist die gesetzlich verpflichtende UNTERgrenze dessen, was Tierärzte abrechnen müssen! 

VetLine.de:
„Diese Novelle war lange überfällig: Nach fast einem Vierteljahrhundert ohne grundlegende Änderungen der Tierärztegebührenordnung (GOT) tritt noch in diesem Jahr eine neue Verordnung in Kraft. 
Der veterinärmedizinische Kenntnisstand hat sich in den letzten 20 Jahren ebenso grundlegend verändert wie die wirtschaftlichen Gegebenheiten. 
Ziel der Novellierung war es, die GOT an den heutigen Stand anzupassen.
Das Ergebnis begrüßen sowohl die Bundestierärztekammer (BTK als auch der Bundesverband praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) ausdrücklich. 
„Ein Grund zum Jubeln“, fand bpt-Präsidiumsmitglied Dr. Petra Sindern auf der bpt-Intensiv-Fortbildung Kleintier im August. 
Allerdings fällt die Gebührensteigerung nicht ganz so hoch aus, wie es in den Augen der Tierärzteverbände notwendig wäre. 
Der aktuelle dramatische Anstieg der Energiepreise und die momentane Inflation wurden in der neuen GOT noch gar nicht berücksichtigt.“ (hier weiterlesen)

Hier können Sie sich die Gebührenordnung für Tierärzte selbst anschauen als PF-Download: https://money-wave.de/dl/208

Vetion.de:
„Eine durch die Anpassung der GOT bedingte Preissteigerung ist nach mehr als 20 Jahren nicht nur angemessen, sondern auch notwendig, da sie das Fortbestehen vieler Tierarztpraxen ermöglichen wird. 
Nur so kann die kurative Versorgung der Tiere, vor allem in ländlichen Räumen, nachts oder am Wochenende weiter gewährleistet werden, erklärt das BMEL in einer entsprechenden Pressemitteilung.
Weiterhin erfolgt die Anpassung der Gebührensätze auf wissenschaftlicher Basis. 
Ihr liegt eine vom BMEL bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahre 2021 zu Grunde. Diese hat ergeben, dass die einfachen Gebühren nicht mehr ausreichen.“ (hier weiterlesen)


Meine Empfehlung ist es, jedes Tier spätestens ab November versichern zu lassen.

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Bild: ©callipso88 – stock.adobe.com/de

Der Notdienst dieses Wochenende ist geschafft, …

 


Der Notdienst dieses Wochenende ist geschafft, …


… aber
es gibt einiges, worauf ich hinweisen möchte:

1. Der tierärztliche Notdienst für Kleintiere wird von 5 Tierarztpraxen im Landkreis Lüchow-Dannenberg und Dömitz organisiert und zur Verfügung gestellt: (s. auch hier –> PDF-Download)

  • Dr. Reinhard Goy / Am Durlei 19 / Groß Gusborn / 05865-355
  • Dr. Stephanie Bruchhaus / Kochstraße 2 / Dannenberg / 05861-5118
  • Hilke Berger / Klein Gaddau 12 / Waddeweitz / 0162-8871180
  • Inken Höhne / Fehlstr. 31 / Wustrow / 05843-230
  • Dr. Dirk Schäfer / Ludwigsluster Str. 24 / Dömitz / 038758-22288


Alle anderen Kolleginnen und Kollegen sind grundsätzlich für Ihre eigenen Kunden/Patienten zuständig und beteiligen sich nicht an dem Notdienst. 

Sollte Ihr Haus-/Hoftierarzt jedoch am Wochenende nicht erreichbar sein und keine Notversorgung organisiert haben, so ist das zum einen Pflichtverletzung und zum anderen können Sie in dem Fall natürlich auch auf unseren Bereitschafts-Service zurückgreifen. Dieses gilt nur für Kleintiere / Heimtiere / Haustiere.



2. Wenn ein Termin für einen Notfall angemeldet ist, dann erwarten wir auch, dass er wahr genommen wird. Klingt selbstverständlich, scheint aber nicht jedem klar zu sein. Wenn die Katze nicht in den Transportkorb geht oder der sterbenskranke Hund plötzlich wieder laufen kann, oder schlimmstenfalls verstorben ist, darf uns das gerne rechtzeitig VOR dem vereinbarten Termin mitgeteilt werden. 

Bereitschaftsdienst bedeutet, dass wir für einen vereinbarten Termin in die Praxis fahren, oder gehen, dort Vorbereitungen treffen wie z.B. den PC hochfahren, die Heizung anmachen, uns Gedanken machen und auf den Notfall-Patienten warten.

Wenn dieser dann nicht auftaucht ist das mindestens eine Stunde unserer Arbeits- und Lebenszeit, die verschwendet wurde und als selbstständiger Tierarzt / Tierärztin haben wir ganz bestimmt besseres zu tun, als untätig zu warten.

Bereitschaftsdienst bedeutet nicht, dass wir voller Erwartung 24 Stunden in der Praxis sitzen und Sie jederzeit einfach vorbeikommen können. Eine telefonische Voranmeldung ist in jedem Fall notwendig.

Da sich die Vorfälle in letzter Zeit häufen, dass vereinbarte Notfalltermine ohne Absage und ohne Begründung einfach nicht wahr genommen werden, gehen wir ab sofort dazu über, diese verlorene Zeit dem Auftraggeber in Rechnung zu stellen.

Das gilt sinngemäß natürlich auch für fest vereinbarte Termine während oder außerhalb der Sprechzeiten bzw. OP-Termine, egal, ob telefonisch oder online vereinbart.



3. Noch einmal der Hinweis, dass nicht alles wirklich ein Notfall ist, auch wenn es Ihnen vielleicht so vorkommen sollte.

  • Ein Hund, der einen Wurm auskotzt, ist kein Notfall, der Sonntag nachts um 4:00 Uhr einen Tierarzt benötigt.
  • Ein einzelner Floh, der auf dem Teppich hoppst, ist keine lebensbedrohliche Situation, jedenfalls nicht für Hund, Katze, Mensch.
  • Eine Katze, die sich seit 3 Wochen vermehrt juckt und kahle Stellen hat, ist kein wirklicher Notfall für das Wochenende.
  • Ein Hund, der seit 2 Wochen nur noch auf 3 Beinen läuft, ist kein Fall für den Bereitschaftsdienst.
  • Ein Meerschweinchen, dessen Krallen schief und/oder zu lang sind, muss nicht am Wochenende behandelt werden.

Einige Beispiele für wirkliche Notfälle sehen Sie auf den Bildern…

Was bedeutet „Notdienst“?

 

Was bedeutet „Notdienst“?


Fünf Tierarztpraxis in Lüchow-Dannenberg und Dömitz haben sich zusammengeschlossen, um für Sie einen geregelten Notdienst für Kleintiere (Hunde, Katzen, Heimtiere) zu organisieren, damit Sie auch am Wochenende und an Feiertagen in Notfällen immer einen Ansprechpartner haben.

Streng genommen gilt dieser Notdienst also nur für diese 5 Tierarztpraxen (Dr. Bruchhaus / Hilke Berger / Inken Höhne / Dirk Schäfer / Dr. Goy) und den jeweiligen Patienten. Alle anderen Tierärzte (Großtier-, Pferde oder Gemischtpraxen) sind eigentlich für ihre eigenen Kunden zuständig.

Sollte der Haustierarzt jedoch für ihren Hund oder Ihre Katze nicht zur Verfügung stehen, so helfen wir dann natürlich auch gerne weiter.

Die Aufgabe des Notdienstes ist es vor allem, akute, also plötzlich auftretende Erkrankungen, die nicht bis zum Montag Zeit haben, soweit zu behandeln, dass die Tiere das Wochenende möglichst schmerz- und und leidensfrei überstehen, um dann am Montag in der Haustierpraxis weiter behandelt und ggf. weiter diagnostiziert werden zu können.

Hierfür wird alles getan, was der einzelnen Praxis möglich ist.

Schwerste Verletzungen, umfangreiche oder komplizierte Operationen oder spezielle bildgebende Diagnostik bzw. ein Sofortlabor ist jedoch nicht immer möglich. Dann muss eine der umliegenden Kliniken einspringen, die sowohl personell als auch gerätetechnisch besser ausgestattet sind.


Notdienst ist … – ist nicht …:


Notdienst bedeutet nicht, dass man 24 Stunden am Tag in der Praxis steht und darauf wartet, dass ein krankes Tier ohne Voranmeldung einfach vor der Tür steht  und zur Behandlung vorbei kommt.

Notdienst bedeutet, dass man 24 Stunden am Tag in Rufbereitschaft ist, um bei einem wirklichen Notfall nach Terminabsprache in der Praxis helfen, oder nach Rücksprache in eine Klinik überweisen kann.

Notdienst bedeutet, dass z.B. eine akute Augenentzündung evtl. durch eine Granne im Auge sofort nach Terminabsprache behandelt wird. Dieses geschieht jedoch immer erst nach einer telefonischen Anamnese (Vorbericht), um zu entscheiden, ob es sich um eine tatsächliche Verletzung handelt, die vom Tierarzt behandelt werden muss, oder eine Bindehaut-Reizung, die durch Kühlung und Spülung selbst gelindert werden kann, oder ob das Auge selbst verletzt ist und die Tierklinik in Anspruch genommen werden sollte.

Notdienst bedeutet nicht, dass eine umfangreiche dermatologische Diagnostik vorgenommen wird bei einem Tier, welches sich schon seit 2 Wochen die Haut von Leib kratzt. 

Notdienst bedeutet, dass dem Tier über das Wochenende der Juckreiz genommen wird, damit die aufwändige und notwendige Diagnostik dann im Laufe der Woche gemacht werden kann. 

Notdienst bedeutet nicht, dass man Nachts um 5:00 Uhr einen Hausbesucht in 30 km Entfernung macht, weil die Besitzer stundenlang dem Tier beim quälenden Sterben zugeschaut haben und jetzt müde sind.

Notdienst bedeutet aber schon, dass ein Tier in der Praxis ggf. erlöst wird, weil es sich quält und/oder unheilbar krank ist.

Eine Behandlung Ihres Lieblings im Notdienst bedeutet auch, dass Sie mit erheblich höheren Gebühren als zu den regulären Sprechzeiten zu rechnen haben. Das sieht die Gebührenordnung für Tierärzte verpflichtend so vor.


Notdienst bedeutet nicht, dass jedes Wildtier, jeder Vogel oder ähnliches einfach beim Tierarzt abgegeben werden kann und diese/r sich dann darum kümmert. Wer ein Tier aus der Natur entnimmt, ist erst einmal auch dafür verantwortlich, zum einen für die anfallenden Kosten und zum anderen für die artgerechte Unterbringung sowie ggf. die rechtlichen Konsequenzen.

Notdienst bedeutet nicht, dass Sie bei dem diensthabenden Tierarzt eine gebührenfreie Servicehotline für alle Probleme der Welt haben.

Notdienst bedeutet, dass Sie mit dem Tierarzt zusammen auch am Telefon entscheiden, ob ein Besuch in der Tierarztpraxis oder der Tierklinik nötig ist, oder ob eine gebührenpflichtige telefonische Beratung ggf. ausreicht.

Notdienst bedeutet nicht, dass die verstopften Analdrüsen am Wochenende ausgedrückt werden müssen, obwohl der Hund schon seit Wochen „rutscht“, man aber am Wochenende einfach mal Zeit hat zum Tierarzt zu fahren und das ganze dann auch noch mit einem Familienausflug verbinden kann.

Notdienst bedeutet, dass ein hochakuter schmerzhafter Analdrüsenabszess, der sich im Laufe von wenigen Stunden entwickelt hat natürlich sofort behandelt wird.

Notdienst bedeutet schon, dass die Granne im Ohr entfernt werden muss, die sich der Hund oder die Katze gerade eben beim Spielen auf dem Feld eingefangen hat.

Notdienst ist nicht, dass man den Tierarzt nachts rausklingelt, weil „das Tier so traurig guckt“, die Wurmmittel alle sind, oder man einen Floh im Bett gefunden hat.


Wie können Sie selbst besser erkennen, ob es sich um einen wirklichen Notfall handelt, oder nicht? Die beiden eBooks (PDF) könnten ihnen dabei helfen:
(Anmelden und die eBooks kommen dann per eMail)

1. Für Hunde:

2. Für Katzen:

Grenzen der tierärztlichen Notversorgung


Grundsätzlich stehen immer weniger Tierkliniken zur Verfügung und somit wird die Belastung der verbleibenden Klinken sowie der praktizierenden Tierärzte vor Ort immer größer.
Zudem nehmen nicht alle Kollegen und Kolleginnen am geregelten Notdienst teil, sodass bisweilen bei uns an einem Wochenende Patienten aus Salzwedel, Bleckede und Ludwigslust aufschlagen, weil niemand sonst erreichbar scheint.

An Wochentagen gibt es sowieso keinen geregelten Notdienst und generell ist jeder Tierarzt seinen eigenen Kunden verpflichtet. Den „schwarzen Peter“ hat dann manchmal der Kollege / die Kollegin, die den Telefonhörer abhebt…

Zusammenfassend sind wir natürlich jederzeit für Sie und Ihre Tiere da und helfen auch Nachts bei Notfällen – wenn es denn wirklich Notfälle sind … 

Was ist ein Notfall?



Notdienst bedeutet, dass Sie unbedingt den Tierarzt (an)rufen müssen, wenn das Tier plötzlich eine schwere Lahmheit hat, wenn die Atmung plötzlich deutlich verändert (abgeflacht, oder stark verstärkt) ist, wenn sich das Tier wirklich heiß oder kalt anfühlt, wenn es krampft oder wässrigen Durchfall hat, wenn es wiederholt erbricht oder eine starke Wesensveränderung aufweist wenn etwas blutet, anschwillt oder ungewöhnlich beweglich ist. Wenn das Tier etwas aufgenommen hat, was giftig oder ein Fremdkörper ist, wenn die Geburt nicht weiter geht, wenn das Tier blass, blau oder rot ist.
Zur Not lieber anrufen und zusammen mit dem Tierarzt entscheiden, ob es ein wirklicher Notfall ist, oder nicht.
Auch Fotos, Videos etc. können dann weiterhelfen, die Sie entweder mitbringen oder nach Absprache zur Beurteilung dem Tierarzt zusenden.

… und falls es mal etwas länger dauert …


… oder Sie etwas weiter fahren müssen, denken Sie bitte daran, dass der menschliche Samstags- und Sonntags-Notdienst in Lüchow Dannenberg morgens nur 2 und abends 1 Stunde geöffnet hat Sie keine telefonische Beratung vom Arzt bekommen, da sie niemanden anrufen können, weil es keinen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst gibt und Sie dann auch noch oftmals woanders in die Apotheke fahren müssen.

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