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Engpässe bei Tierarzneimitteln und neues Tierarzneimittelgesetz



Update 8/22:


1. Librela und Katzenimpfstoff sind in ausreichender Menge vorhanden.

Trotzdem kommt es immer wieder bei verschiedenen Medikamente zu einem Liefermangel.
Zur Zeit ist Cytopoint (eine Behandlung gegen Allergie) kaum zu bekommen und auch ein 2-Tages-Cortison ist seit Monaten nicht mehr zu bekommen.

Antibiotika und Schmerzmittel sind dafür wieder zu beziehen.

Sollte die weltweiten Lieferketten durch den Ukraine-Krieg oder Spannungen mit China wieder stärker unterbrochen werden, wird es zu neuerlichen Engpässen kommen.

Fragen Sie zur Sicherheit immer nach, wenn Sie Medikamente brauchen, ob diese auch noch bei uns vorrätig sind.

2. Die Maskenpflicht in den Räumen der Praxis bleibt weiterhin uneingeschränkt bestehen!

Engpässe bei Tierarzneimitteln und neues Tierarzneimittelgesetz


Jetzt helfen uns schon die Pharma-Firmen dabei unseren Kunden zu erklären, warum ihr Tier nicht so behandelt werden kann, wie es für sie das Beste wäre.

Wenn Sie als Tierbesitzer Ihr Tier bei uns regelmäßig mit dem o.g. Medikament behandeln lassen, rufen Sie bitte rechtzeitig vor Ihrem nächsten Termin bei uns an und fragen nach, ob wir das Medikament noch vorrätig haben.

Zur Zeit können wir überhaupt keine Aussage darüber machen, ob, wann und wieviel wir bei dem Hersteller nachbestellen können.

… und es kommt alles noch viel schlimmer …

Ab dem 28.1.2022 tritt das neue Tierarzneimittelgesetz – TAMG – in Kraft


Dieses, auf einer EU-Verordnung fußende, komplett neue Gesetzt wurde innerhalb kürzester Zeit durch den Bundestag und den Bundesrat „geprügelt“. (–> TAMG Download)

Fachleute, wie z.B. die Tierärzteschaft, hatte nur etwa einen Monat Zeit, das Gesetz auf Praktikabilität zu prüfen und ggf. eigene Überarbeitungen vorzuschlagen. 

Üblich ist ein Zeitrahmen von 1 – 2 Jahren für solch einen Gesetzes-Prozess.

Aus diesem Grund sind im neuen Gesetz Formulierungen enthalten, die uns als Tierärzte erheblich in unserer Therapiefreiheit einschränken, was auch Sie als Tierhalter zu spüren bekommen werden.

Sie werden sich als Tierbesitzer darauf einstellen müssen, dass einige Behandlungen bei bestimmten Tierarten, ganz besonders den Heimtieren, aber auch Hunde und Katzen, einfach nicht mehr durchgeführt werden können, weil es ab dem 28.1.22 strafbar ist.

Das gilt ganz besonders für die Anwendung und Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und Antibiotika. Diese dürfen nicht mehr nach Erfahrung, lokaler Gegebenheit oder neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verabreicht werden, sondern nur noch so, wie es auf dem „Beipackzettel“ steht. Punkt!

Stellen Sie sich ggf. darauf ein, dass einige Dauermedikamente, die Ihrem Tier geholfen haben, wirksam und verträglich sind, nicht mehr angewendet werden dürfen, da es nicht wortwörtlich so in der Produktbeschreibung so steht. Es wird Umstellungen in der Therapie geben, es werden neue Medikamente „ausprobiert“ werden müssen und für einige Erkrankungen wird es gar keine zugelassenen Medikamente mehr geben!

Diese unsinnige Umstellungsphase wird mit einem deutlich erhöhtem bürokratischem Aufwand, erhöhtem Erklärungsbedarf, Mehraufwand an Lagerung und Engpässen sowie Wegwerfen von Arzneimitteln aufgrund vom Ablaufdatum führen. Das alles wird natürlich zu einer zusätzlichen Kostensteigerung auch für Sie führen.

So etwas kommt eben dabei heraus, wenn Verwaltungsleute und ideologisierte Politiker Gesetze machen, ohne auf den Rat von Fachleuten zu hören, bzw. diesen keine Gelegenheit dazu geben, sich dazu zu äußern.

Leiden müssen in diesem Fall die praktizierenden Tierärzte vor Ort, Sie als Tierbesitzer und nicht zuletzt natürlich die Tiere darunter!

Akuter und kritischer Mangel bei Katzen-Impfstoffen in der Tierarztpraxis


UPDATE 8/22: Leichte Entspannung zumindest in unserer Praxis

Momentan ist wieder alles in ausreichender Menge bei uns vorrätig!

UPDATE 11/21: Leichte Entspannung zumindest in unserer Praxis

Zur Zeit sind einige Impfstoffe von einigen Firmen wieder teilweise lieferbar, jedoch nur in zugeteilten monatlichen Mengen. Tierärzte bekommen also maximal eine bestimmte Anzahl an Katzenimpfstoff pro Monat und nicht mehr. Zusätzlich ist die eine Kombination da, mal eine andere. Von einer echten Entspannung oder gar Rückkehr zur Normalität kann noch keine Rede sein.

UPDATE 12/21: Auch andere Arzneimittel sind davon betroffen:

„Auf Grund der fortschreitenden COVID-19 Pandemie kommt es in mehreren Ländern zu Engpässen in der Gewinnung und Bereitstellung diverser Wirkstoffe, die sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin verwendet werden. Leider sind auch wir davon betroffen, was die Herstellung unserer Produkte Librela® und Cytopoint® maßgeblich beeinflusst. Zusätzlich ist das Auftragsvolumen unserer monoklonalen Antikörperprodukte sowohl im Schmerz- als auch im Dermatologie-Segment sehr hoch.

Beide Umstände führen dazu, dass wir in den kommenden Monaten mit Librela
® und Cytopoint® eingeschränkt lieferfähig sein werden.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die Auslieferung der vorhandenen Bestände zu limitieren. Diese Maßnahme ist notwendig, um eine bestmögliche Versorgung der bereits auf Librela
® und/oder Cytopoint® eingestellten Patienten sicherzustellen und eine kontinuierliche Warenverfügbarkeit für diese Patienten zu gewährleisten. Auf Grund dieser notwendigen Restriktion, werden wir Ihre Bestellwünsche nicht vollumfänglich erfüllen können. Daher bitten wir Sie, aktuell keine neuen Patienten auf diese beiden Produkte einzustellen.

Uns ist bewusst, dass diese Situation für Sie eine Herausforderung im Praxisalltag darstellt. Seien Sie versichert, dass wir unser Bestmögliches tun, um die Warenverfügbarkeit so schnell wie möglich zu optimieren. Wir werden Sie aktiv über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.“

Akuter und kritischer Mangel bei Katzen-Impfstoffen


Seit geraumer Zeit sind auch in der Tiermedizin einige Medikamente schwer, gar nicht oder nicht in allen Größen mehr zu bekommen. So besteht seit längerer Zeit ein Engpass bei Schmerzmitteln oder auch einigen Antibiotika und Betäubungsmitteln.

Dieses konnte weitestgehendes in der Praxis aufgefangen werden, indem alle Firmen regelmäßig abgefragt wurden, wer gerade was auf Lager hat und lieferfähig ist. Somit ist es, zumindest bei uns den Kunden / Patientenbesitzern, so gut wie nicht aufgefallen.
Auch wenn es für die Tierärzte ein immenser zusätzlicher Zeitaufwand war, immer das Unternehmen zu suchen, welches lieferfähig ist, so sind auch diese Mühen jetzt vergeblich.


Engpässe bei Katzenimpfstoffen

Wir hatten uns vor einigen Jahren für die Purevax-Katzen-Impfstoffe der Firma Boehringer entschieden, da diese ohne Adjuvantien (Hilfsstoffe) auskommen. Leider sind die (und auch alle anderen von diversen Firmen) zur Zeit nicht lieferbar.
Daher sind wir gezwungen, vorübergehend auf einen anderen Impfstoff auszuweichen, sofern dieser denn lieferbar ist. 
Das sieht zur Zeit jedoch wirklich schlecht aus.
Kein einziger Katzenimpfsoff von keiner der 4 verbliebenen Pharmafirmen (MSD / Boehringer / Zoetis / Virbac) ist zur Zeit noch lieferbar.


Wenn Sie zur Zeit mit Ihrer Katze zur Impfung kommen wollen, fragen Sie bitte vorher kurz nach, ob überhaupt noch Katzenimpfstoff vorrätig ist.

Wir werden schon sehr bald alle Impfungen von Katzen auf eine Warteliste setzen müssen und auf einen späteren Zeitpunkt verschieben müssen.
Viele Firmen können noch nicht einmal ein Datum nennen, wann überhaupt wieder Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. 
Ein Unternehmen hat uns immer wieder von Monat zu Monat vertröstet und spricht jetzt von Anfang 2022.
Unsere letzte Information ist, dass Ende September ein Unternehmen neuen Impfstoff liefern kann – vielleicht – mal sehen – und dann nach Reihenfolge der Bestellungen …
Bis dahin wird unser Vorrat wahrscheinlich nicht reichen!

Jede Katze, die ihre ersten 3 – 4 Impfungen (Grundimmunisierung in der 8. und 12. Woche und evtl. 16. Woche, sowie der Abschluss der Grundimmunisierung nach 12 Monaten) bekommen hat, kann ab dem 2. Jahr bei gutem Impfschutz einige Zeit nach hinten verschoben werden.
Dieses werden wir in den nächsten Tagen anfangen müssen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.


PS: Natürlich geht es den Nachbarkolleginnen und Kollegen ähnlich und jeder „hortet“ seine Restbestände, sodass auch ein kollegialer Austausch / Ausleihen von Medikamenten, wie es ab und an durchaus üblich ist, nicht möglich ist.